Logbuch 2019

Mitte Februar Oke Bay/Bay of Islands
Juhu, seit 4. Februar ist Belena wieder im Wasser. Aber die Tage davor waren doch noch mal recht stressig. Was muss jetzt noch unbedingt an Land gemacht werden, bevor Belena ins Wasser kommt? Haben wir auch nichts vergessen? Und kann man nicht noch dieses oder jenes schnell noch erledigen? (Kann man nie, schon gar nicht schnell!) Und dann geht das ein oder andere nicht gut von der Hand und zieht Flüche über Flüche nach sich. Aber es gibt abends immer wieder ein geselliges Beisammensein mit anderen Seglern und als dann Belena wieder ihrem Element ist, ist alles gut. Die Crew von Norsand Boatyard macht dabei wirklich einen professionellen Job.
Es zieht uns erstmal in die Urquartsbay, wo wir endlich wieder klares Wasser vorfinden. Wir genießen es, einfach wieder von Bord ins kühle Nass zu springen. Wir segeln auch noch mal in die Parua Bay, denn von dort ist es nicht mehr weit zu unseren Freunden Sabine und Frank, die in Parua Village das New Day Cafe haben. Es gibt natürlich viel zu erzählen und beim Abschied wissen wir wieder mal nicht, wann wir uns das nächste Mal sehen werden. Dann segeln wir wieder zurück um liebe Freunde in Whangarei abzuholen, die aus Deutschland angereist sind um einige Zeit mit uns zu segeln. Nachdem wir uns ordentlich in der Stadt verproviantiert haben, segeln wir wieder in die Urquartsbay für einen kurzen Stopp. Beim ersten passenden Wind segeln wir schon bald gemütlich in einem Tagestörn in die Bay of Islands. Dort ankern wir in der Oke Bay und wie es danach weitergeht, werden wir nach Lust und Laune und natürlich auch nach Wetter entscheiden.

Januar 2019 Whangarei
Wir wünschen Euch allen ein Frohes Neues Jahr!
Wir sind auch gut rein gerutscht, aber erstmal will ich erzählen, wie wir die Weihnachtstage verbracht haben. Hier auf Norsand Boatyard gibt es eine sehr nette Gemeinschaft der Segler, die hier ihre Boot parken und viele haben auch einige Arbeiten an ihren Booten zu erledigen und wohnen praktisch auch hier. Ganz besonders nett sind ein paar Franzosen, die uns gleich in ihre Runde einbezogen haben. Man trifft sich jeden Donnerstag Abend zum gemeinsamen Essen, wo jeder etwas Leckeres beisteuert, was dann geteilt wird.
Der Heiligabend ist kulinarisch bei den Franzosen eine besonders wichtige Angelegenheit. Wir hatten mehrere Treffen um das Weihnachtsmenu zu besprechen und haben festgelegt, wer was macht.
Der Heiligabend war dann auch ein voller Erfolg: Es gab als Amuse-Gueule selbstgemachte Entenleber auf Toast, dann als erste Vorspeise Jakobsmuschel in Knoblauch, sehr lecker, dann große Gambas, natürlich auch in Knoblauch und als Hauptspeise Lammkeule. Die war vorher mariniert und hat auch sehr lecker geschmeckt. Dazu grüne Bohnen in Rotwein gedünstet, Ratatouille und Kartoffelgratin mit Käse. Natürlich geht es nicht ohne danach noch Käse zu genießen und obendrauf dann noch einen Obstsalat. Getränkemäßig haben wir auch alles vom Champagner über Weißwein und Rotwein genossen. Also insgesamt ein schöner Abend mit gutem Essen und mit guten Gesprächen.
Wie die meisten Angelsachsen feiern die Neuseeländer mehr den 1. Weihnachtstag. Also hat es da nochmal ein Treffen gegeben und auch diesmal gab es sehr nette Gesellschaft mit gutem Essen.
Um beim Essen zu bleiben: am Dreikönigstag, dem 6. Januar haben wir auch mit unseren französischen Freunden gefeiert. Ist ein sehr wichtiger Feiertag für die Franzosen und ich habe eine Galette des Rois zum Fest beigesteuert, die entsprechend gewürdigt wurde.
Ausflugsmäßig hat sich nicht allzu viel getan, aber ich habe auch mal einen Mädelsausflug mit ein paar Frauen hier von der Boatyard gemacht. Wir waren bei den Ngawha Hot Springs und haben es uns einen Tag gut gehen lassen. Die Männer waren nicht von der Arbeit weg zu kriegen. Und Austern haben wir auch noch gesammelt und einige gleich vor Ort bei einem Picknick verzehrt. Benno hat seine dann wieder grillt serviert bekommen, so schmecken sie ihm besser.
Silvester haben wir privat in Tutukaka zusammen mit der Rockgruppe Rocks n Flowers gefeiert. Deren Haus steht auf einem Hügel und die Aussicht ist wirklich atemberaubend. Wer es sich anschauen will, hier der Link: http://oceanpurringviews.nz/activity/venue/
So sind wir also mit Begleitung von toller Rockmusik und tanzend ins Neue Jahr gerutscht.
Die Arbeit am Boot macht Fortschritte, die Segel hat der Segelmacher uns schon repariert zurück gebracht, Antifouling ist schon drauf, die Propeller haben wir diesmal auch mit Antifouling gestrichen usw, usw.
Ach ja, einen schönen Ausflug haben wir noch gemacht und zwar zu den Waipu Caves, wo man auch Glühwürmchen sehen kann und keiner meckert, wenn man fotografiert. Haben uns auch mal den Ruakaka Surf Beach angeschaut, aber das ist nicht so unser Ding. Großer, breiter Strand ohne Schatten und Palmen, aber dafür wird dort mit Motorrädern rumgerast. Gefällt uns nicht. Einmal gucken und schöne Bilder machen und dann schnell weg.
Es gibt immer noch jede Menge Arbeiten, aber die müssen nicht mehr an Land erledigt werden. Anfang Februar wird Belena wieder ins Wasser kommen. Mensch, was freuen wir uns da drauf! Wohin wir dann segeln, wird sich zeigen, da wir es vom Wind und Wetter abhängig machen.